Jahresendzeitstimmung: Gute Vorsätze 2018

Eigentlich sind gute Vorsätze nicht so mein Ding. Bis jetzt nehme ich mir jedes Jahr vor nicht mit dem Rauchen anzufangen und bis jetzt fahre ich sehr gut damit. Aber dieses Jahr gibt es weit mehr vorzunehmen. Meine Vorsätze für 2018:

1) Mehr Kultur wagen

Im Studium war das mit der Kultur nicht so schwierig, schließlich wurde ich durch meine Seminare regelmäßig dazu gezwungen Bücher zu lesen. Literatur- und Kulturwissenschaft eben. Seit ich arbeite lese ich kaum noch Bücher und wenn, dann selten Belletristik. Höchstens erkläre ich Kollegen was der Begriff “Belletristik” eigentlich bedeutet und, dass auch “ausgedachte Bücher” Wissen vermitteln. Aber auch der Rest, der so an Kultur zu haben ist, wird von mir sträflich vernachlässigt.

Letztes Jahr war ich mit einer Kollegin in Faust I und Faust II als Double Feature im Schauspielhaus. Zwischen den beiden Stücken gab es Linseneintopf, serviert auf Bierbänken, die zwischen beiden Theatersälen im Depot, dem Ausweichspielort des Kölner Theaters, standen. Es war phantastisch (abgesehen von dem Kater mit dem ich in der ersten Hälfte von Faust I noch zu kämpfen hatte…) und wie immer nahm ich mir vor, öfter mal ins Theater zu gehen. Abgesehen von den Faust Aufführungen war ich 2017 dann noch ein weiteres Mal im Theater. Soviel dazu.

Während meines Sommerurlaubs lief ich durch viele Museen. Ich war die meiste Zeit allein unterwegs und da boten sich Museen an. Außerdem war es in Italien viel zu warm für mich und die Museen waren klimatisiert, noch ein großer Pluspunkt. “Ach, in Museen sollte ich öfter gehen!” denke ich mir nach jedem Urlaub. Zu Hause mache ich es dann doch eher selten, was eine Schande ist, denn Köln hat museal einiges zu bieten: Im Museum Ludwig gibt es einmal im Monat den Langen Donnerstag an dem ich als Kölnerin sogar noch umsonst ins Museum komme und das Museum bis 22:00 Uhr geöffnet ist. Da ist Büro nun wirklich keine Ausrede mehr!

Erster Vorsatz für 2018: Jeden Monat einmal Kultur: Entweder Museum oder Theater oder ein Buch auslesen, das nicht fürs Büro ist.

 

2) Ab und an wirklich auch mal Bloggen

Wenn Sie das lesen können haben Sie sich auf meinen Blog verirrt und ja, den gibt es scheinbar also wirklich. Vor kurzem habe ich zwar erst (mal wieder) angefangen, aber an der Disziplin mangelt es mir noch. Oder auch an den Themen. Schließlich ist das hier auch mit meinem Klarnamen versehen und man könnte es finden wenn man mich googlet (Hallo, liebe Recruiter und anderweitig interessierten an meiner Person!) und dann sollte hier ja auch nicht nur Quatsch stehen. Ich habe sehr lange keine längeren Texte mehr geschrieben, auf Deutsch schon gar nicht, daher soll mir der Blog helfen wieder etwas in Schreiblaune und -modus zu kommen, genug Luft nach oben ist auf jeden Fall vorhanden. Außerdem ist so eine Website eine super Gelegenheit meine angelernten Webentwicklungsskills auszutesten und vor allem auszubauen. Vielleicht kriege ich es 2018 ja hin, dass das Theme anständig als Child Theme angelegt ist und ich nicht wieder beim Versuch Quatsch auf die 404 Seite zu schreiben 5x alles abschieße weil ich nunmal kein php kann und auch alles am offenen Herzen mache…

Zweiter Vorsatz für 2018: Einmal pro Monat bloggen. Mindestens. Notfalls eben über das Kulturding des Monats, zwei Fliegen mit einer Klappe!

 

3) Das mit dem Twitterbot

Ich möchte einen Twitterbot schreiben. Ich habe allerdings leider überhaupt gar keine Ahnung von sowas. Der Twitterbot soll Leuten, die ich geblockt habe, die mich mention-nen als reply 280-Zeichen aus einem Ernst Jandl Gedicht (Spätwerk natürlich) antworten. Kunst gegen wirre Mentions, sozusagen. IFTTT kann sowas leider nicht (da müsste ich für jeden Geblockten ein eigenes Dingsbums machen und dann ne Emailadresse nehmen um das rausparsen vom @ zu umgehen und das ist ja schon wieder alles doof) und jetzt muss ich mich da wohl selbst mal reinfuchsen. Mal sehen ob das bis Jahresende geklappt hat. Den Account für die Tweets habe ich mir schon gesichert, blocken muss ich (leider) auch öfters, die Grundsteine sind also gelegt. Und social bots sind doch immer noch der heiße Scheiß. (2019 bau ich dann noch Blockchain ein und dann gehts ab…)

Abgesehen davon, dass ich sehr viel Freude daran hätte, wenn Leute, die ich blockte, auf einmal Ottos Mops Kotzt als Antwort bekommen, bin ich mir sehr sicher, dass ich hier das ein oder andere lernen kann. Bis jetzt sind meine Programmierfähigkeiten auf dem Level, dass ich Code immerhin lesen kann und manchmal sogar verstehe was er tun soll und mit Moritz Hoffmann tief in der Nacht troubleshooting betreibe, getreu dem Motto “Zwei Halbwissen sind fast ein Ganzes”.

In die IT stolperte ich durch Zufälle und ich hätte nie gedacht, dass ich das so spannend fand. Informatikunterricht in der Schule bestand aus 10-Finger-schreiben und Powerpoint bedienen, wobei ich bei letztem mächtig Eindruck hinterließ, weil ich die WordArt Sachen alle anpassen konnte, “wie so ein nerd”. In der Mittelstufe gab es den Differenzierungskurs Mathe/Physik/Informatik, da ich aber auf Mathe und Physik zu der Zeit nicht gut zu sprechen war wählte ich dann doch Französisch (konnte und kann ich allerdings auch nicht gut, gab sich also nichts). In der Oberstufe dachte ich dann, dass der Zug abgefahren sei für immer. Jetzt renne ich grade hinterher und gucke, ob ich nicht doch noch zumindest mit einer Hand dran komme. Zum Glück habe ich im Büro tolle Kollegen und im Freundeskreis auch Erklaerbären, die mir meine Fragen mit sehr viel Geduld beantworten und die Augen auch nur ein bisschen verdrehen wenn ich wieder von kleinen Männchen spreche, die irgendetwas tun.

Dritter Vorsatz für 2018: Den Twitterbot bauen und darüber bloggen.. Oder zumindest ein technisches Konzept haben was umsetzbar ist.

 

Obligatorischer Vorsatz für 2018: Wieder nicht mit dem Rauchen anfangen.

Leave a Reply

Your email address will not be published.