Planübererfüllung Januar

Noch ein Post! Und dabei ist doch noch Januar? Frisch motiviert zu Jahresanfang gibt es direkt mal eine Planübererfüllung der guten Vorsätze. Wobei ein Update zu den Vorsätzen vielleicht eigentlich auch gar nicht zählen sollte… Aber ich mach es mir dieses Jahr noch einfach, wenn das gut klappt kann man die Erwartungen 2019 ja hochschrauben, ganz iterativ und so. 

Mitte des Monats ging es zu Zugezogen Maskulin wo ich durch Zufälle scheinbar Mitten in das Who ist Who der (neuen) Deutschrapszene geriet. Als Disclaimer: Ich kannte so gut wie keinen der Musiker, deren Namen beiläufig fielen und kenne mich generell in diesem Bereich nicht im Geringsten aus. Für mich war die Diskussion auch nicht anders, als die meiner Freunde über bekannte Historiker und wer grade welches DFG-Projekt macht. Dennoch fühlte ich mich bestens unterhalten und integriert.

Als direkten Kontrast ging es am nächsten Mittag im strömenden Regen Hochzeitskleider beschauen, was mich als personifizierte Zweitmeinung schon so stresste, dass ich beschloss niemals zu heiraten (und wenn dann nur in Jeans und T-Shirt. Wir sprechen uns dann wieder, falls es so weit kommen sollte, dass jemand mich fragt ob ich ihn heiraten möchte…). Große Beobachtung dieses Ausflugs: Alle schönen Brautkleider, die in dem Laden hingen, lassen es nicht zu bequeme und normale Unterwäsche zu tragen. Man darf sich also vor der Hochzeitsgesellschaft das Ja-Wort mit abgeklebten Nippeln oder festgekleben Brüsten geben, wenn man ein schönes Kleid mit Spitzenoberteil will, was grade wohl im Trend liegt. Klingt für mich erstmal nicht so verlockend, und auch nicht so praktikabel oder bequem aber nun gut. Ich muss ja auch nicht heiraten, vielleicht zieht dieser Trend an mir vorbei. Immerhin kann man bei bodenlangen Kleider Sneaker drunter tragen, das ist ein Anfang.

Ende der Woche ging es zu meiner ersten Cryptoparty, bei der ich mir Tor installierte. Oma, ich bin jetzt auch im Darknet! (Natürlich nur mit Sturmmaske und schwarzem Hoodie, das Darknet hat eine harte Tür und sonst kommt man da nicht rein hörte ich.)

via GIPHY

Ich erwähnte meine Jandl-Bot Pläne und wurde drauf hingewiesen, dass es nützlich wäre Phython zu können. Also lerne ich nun mit Codecademy Python. Es geht also bergauf mit dem Projekt! Überhaupt sollte man Codecademy lobend erwähnen, die Kurse dort sind super für Menschen ohne Programmierkenntnisse und man wird sehr langsam an die Grundlagen rangeführt. Leider muss ich mich alle naslang nochmal in die Kurse reinklicken, da ich selten HMTL, CSS oder JavaScript brauche und es wie bei allen Sprachen ist: Was man nicht braucht vergisst man. Von meinem Schulfranzösisch ist leider außer “Baguette” auch nicht viel hängen geblieben. Neulich schrieb ich allerdings in JavaScript eine Logik, die mir ausrechnete wie viele Pakete Klebesternchen ich für ein Projekt für HR bestellen musste. Zum manuellen Ausrechnen war ich zu faul und mit Excel war ich zu dem Zeitpunkt noch auf dem Kriegsfuß. Es hat sogar funktioniert, ich bin dabei nicht verzweifelt und ein Kollege sagte, dass es sehr gut lesbarer Code sei, obwohl er nicht verstehen könne warum ich dafür was in JavaScript schreibe. Aber zurück zur Cryptoparty: Neben Tor guckte ich mir Tails an, ein Linuxbasiertes Betriebssystem, dass auf einen 8GB USB Stick passt und im Arbeitsspeicher eines Rechners läuft. Zieht man den Stick raus wird der Arbeitsspeicher wieder gelöscht und keiner was, was man so trieb. Auf dem genutzten Rechner werden keine Spuren hinterlassen. Spannende Geschichte! Zum Glück habe ich dafür im Alltag noch keinen wirklichen Use Case aber interessant ist Tails auf jeden Fall.

Nach einem geruhsamen Wochenende, an dem ich endlich mal Zeit hatte in meinem Buch weiterzulesen, stand eine stressige Woche an, an dem es beruflich an jeden Tag irgendwas gab, was nicht richtig lief und Ärger verursachte. Dafür lief es nach der Arbeit besser: Mittwoch gewann ich bei der Games Night, die wir monatlich mit ein paar Kollegen machen, gegen einen Spieleprofi der mich sonst immer abzieht. Und das ausgerechnet in einem Spiel, in dem es um Pattern Recognition geht. Außerdem versuchten wir Tabu mit Pantomime zu spielen, um die Sprachbarriere zwischen Muttersprachlern und nicht-Muttersprachlern zu verringern. Funktionierte mittelgut, aber wir hatten Spaß.

Donnerstag war ich in Bonn bei der Manchot Lecture der Volkswirte, die dieses Jahr von Thomas Picketty gehalten wurde. Volkswirte als Stars, was es nicht alles gibt. Die Lecture war sehr interessant, auch wenn es teilweise schwer war zu folgen. Neben sehr viel Inhalt in sehr kurzer Zeit waren die Slides teilweise schlecht erkennbar, dank schlechter Kalibrierung der Beamer und dann ist da noch die Sache mit dem französischen Akzent… Das interessante am Vortrag waren aber die Daten aus dem World Inequality Report, die vorgestellt wurden. Data Visualization ist super, da muss ich mich auch mal reinfuchsen. Demnächst wollte ich mit KollegInnen zusammen ein bisschen Netzwerkanalyse machen, da bin ich schon gespannt drauf. Vielleicht war deskriptive Statistik ja doch mit Recht meine beste Note im VWL Studium…

Dieses Wochenende schafft es hoffentlich mein Sofa nach fast einem Jahr zu mir ins Wohnzimmer. Seit März ist mein Sofa eine Sonnenliegenauflage auf dem Boden vor einem Heizkörper. Das funktioniert, schön ist aber auch was anderes. Ab dann wird am Wochenende wieder ausgiebig auf dem Sofa rumgelungert und gelesen! Das erste Mal seit 7 Jahren endlich wieder in einem Haushalt mit Sofa leben! Ein Traum. Außerdem geht es zu einer Werbemittelmesse und ich bin gespannt was es da so alles gibt. Der nächste Blogpost hat dann vermutlich sogar ein paar Bilder.

 

Blogpost: Doppelcheck.

Kultur: Auch Doppelcheck!

Twitterbot: 9% Python bei Codecademy!

Nichtrauchen: Eine Zigarette, alles noch im Rahmen.

Leave a Reply

Your email address will not be published.